Reisetagebuch: Hongkong Central

Heute wollten wir die typischen Touristenattraktionen meiden, da das eh schon volle Hongkong am Wochenende überrannt wird. Also entschlossen wir uns in die Parks in Hongkong Central zu gehen. Vorher wollten wir noch bei einem Schneider halt machen – ich hatte im Internet recherchiert, da ich mir gerne einen Anzug günstig maßschneidern lassen wollte. Als wir an die entsprechende Adresse kamen, fand ich den Eingang nicht. Mir schwante schon Böses, da auf der gegenüberliegenden Straßenseite ein abgerissenes Haus inklusive Baustelle war. Ein befragter Wachmann eines Kaufhauses schickte mich aber die Straße weiter hoch, aber auch hier Fehlanzeige. Die nächste Person schickte mich wieder zurück und auf einmal bemerkte ich den unscheinbaren Eingang, hinter dem sich ein Gang mit Baustelle verbarg. Ein Schild, auf dem die Stockwerke mit Geschäften und Büros verzeichnet waren, lag abgehängt auf dem Boden. Ein Fahrstuhl brachte uns in den vierten Stock. Der kleine Laden war voll. Ein Schneider steckte an einer speziellen Weste, die Maße einer Person ab. Ein weiterer Bediensteter erklärte mir auf Nachfrage, dass es zwei Wochen dauere, einen maßgeschneiderten Anzug zu fertigen. Er entschuldigte sich noch bei mir, als er erfuhr, dass ich nur eine Woche Zeit hätte. Den Laden kann ich auch ohne Ergebnis empfehlen, weil ich den Eindruck hatte, dass auf Qualität großen Wert gelegt wird.

Rolltreppe HongkongNach dieser Suche machten wir uns zu einer der längsten Rolltreppe oder besser gesagt Rolltreppenanlage der Welt auf. Diese scheint im Laufe des Tages ihre Richtung zu wechseln, aber wir hatten Glück, dass sie von unserer Richtung (unten) begehbar war. Wir fanden zufällig eine Moschee, die wir aufgrund unserer kurzen Hosen nicht betraten. Gläubige baten uns schließlich herein und zeigten uns das Gebäude. Sie erzählten auch von ihrer Religion. Einer war vorher sogar selbst Christ gewesen. Das Gespräch war dabei sehr angenehm. Man hatte nicht das Gefühl, dass einem der Glauben aufgedrängt werden sollte. Nach dieser Erfahrung erfolgte gleich die nächste mit einer chinesichen Studentin, die sich mit uns die Moschee angesehen hatte. Mit ihr tauschten wir uns über Hongkong aus und bekamen den einen oder anderen Tipp.

Baum wächst an WandAm Nachmittag erreichten wir zu Fuß den zoologischen Garten. Auf dem Weg dort hin war uns schon das interessante Wachstum von Pflanzen aufgefallen, die teilweise direkt aus der Wand zu wachsen scheinen – es handelt sich hierbei auch um Bäume!
Im zoologischen Garten waren vorallem Affen in Käfigen zu sehen, die teilweise sehr urige Laute von sich gaben. Den Rest des Tages verbrachten wir mit dem Besuch der großen Vogelvoliere und des Stadtparkareales. Der Tag wurde mit einer Fährenrückfahrt durch den nächtlichen Hongkonger Hafen beendet.

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