Reisetagebuch Vietnam: Die Affen in der Ha Long Bucht und wieder Hanoi

Affen in der Ha Long BuchtReisetagebuch Vietnam: Es ist der 9. November des Jahres 2010. Heute schauten wir uns die Affen in der Ha Long Bucht an und fuhren zurück nach Hanoi.

Am Frühstückstisch erzählte uns Quan, dass seine Oma mütterlicherseits gestorben war und er uns deswegen am nächsten Tag nicht zum Flughafen bringen könne. Eine Wahrsagerin hätte geraten, die Oma an genau dem Tag zu beerdigen. Allgemein würde seine Familie viel von der Wahrsagerin abhängig machen.

Nach dem Frühstück wurden wir zu einem Affenfelsen gerudert. Auf die Frage, wie die Affen heißen, meinte Quan:“Normale Affen!“ Es war süß, wie sie herumsprangen. Ihre Laute erinnerten an kleine Katzen. Auch gesellten sich Vögel zu ihnen.

Auf der Rückfahrt hörten wir an Deck, wie eine andere Reise Gruppe über ihren Guide lästerte und sie ihn nachäffte. Sie waren wohl nicht so zufrieden mit ihm und ich hatte schon am Vortag mitbekommen, wie sie sich mit ihm stritten: „Sag ihm mal, dass die Mauer weg ist!“ – „Ach von ihm hörst du dann nur wieder:’Ja, Hanoi hat sechs Millionen Einwohner!'“

Kalk Felsen in der Ha Long Bucht in VietnamDie Rückfahrt, sowohl auf der Dschunke, als auch später im Auto, war ansonsten recht ereignislos. Ich konnte allerdings Quan auf die Wahrsagerei ansprechen. Er ließ dabei durchblicken, dass er davon nicht so viel hält. Allgemein ist es wohl so, dass man sie einmal im Jahr fragt, ob man im nächsten Jahr Glück oder Pech haben wird.

In Hanoi verabschiedete sich Quan. Er hatte für den nächsten Tag aber noch eine Vertretung besorgt. An dem Nachmittag versuchten wir einen Supermarkt zu finden. Nach mehreren Umwegen – die Einheimischen zeigten uns immer „nur“ die Richtung, die aber nicht immer kompatibel mit der Straßenführung war – erreichten wir diesen. Die Waren waren wirklich deutlich günstiger als in Europa.

Dazu ein kleiner Einschub: Es gibt viele kleine Straßenläden, die im Prinzip zur Tageszeit umgewandelte Häuser der Einheimischen sind. Dort kann neben typischen Touristenwaren – Postkarten, Andenken etc. – auch Nahrung erworben werden. Der Schnitt der Häuser ist dabei sehr ähnlich: Nach hinten längliche Reihenhäuser mit kleiner Front. St. Joseph Kathedrale in HanoiSo wird das Zimmer zur Straße tagsüber zu einem Laden. Supermärkte gibt es zwar vereinzelt auch, aber nicht so viele, wie wir es in Deutschland gewohnt sind.

Nach einem guten Abendessen und einem leckeren Mocktail – die anderen vergnügten sich mit günstigem aber gutem „Local Beer“ – schauten wir uns bei unserem Abendspaziergang in Hanoi noch die St. Joseph Kathedrale von außen an. Der Schildkröten-Turm und der Ngoc Son Tempel waren im Dunkeln im Hoan Kiem See schön beleuchtet.

Ngoc Son Tempel im Hoan Kiem See in Hanoi Vietnam bei NachtDer Schildkröten-Turm in Hanoi beleuchtet bei Nacht

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