Es ist nicht der Montag. Es ist dein Job!

Es ist nur ein Job!

Es ist nur ein Job! Nein, ist es nicht! Es ist der Ort, an dem ihr einen großen Teil eurer Zeit verbringt. Deswegen ist es wichtig, dass sich diese Zeit auch gut und richtig anfühlt. Wenn ihr euch über einen längeren Zeitraum einfach nur ausgelaugt fühlt, wird es Zeit, genau darüber einmal nachzudenken.

Die Kollegen

Das A und O jeder Arbeitsstelle sind die Kollegen. Dabei kommt es meiner Meinung nach auf mehrere Faktoren an:

  • Spaß – Könnt ihr mit den Kollegen spaßen, mit ihnen Witze machen, können sie auch über sich selbst lachen? 🙂
  • Menschlichkeit – Wie gehen eure Kollegen mit euch allgemein um? Fragen sie vorsichtig nach, wenn sie merken, dass es euch nicht gut geht oder lassen euch zumindest ein wenig in Ruhe? Gibt es echtes Verständnis für die persönliche Situation?
  • Zuverlässigkeit – könnt ihr euch auf eure Kollegen verlassen? Also gerade dann, wenn es Probleme gibt? Könnt ihr Probleme und Konflikte zusammen mit ihnen aus der Welt schaffen?

Ich hatte bisher in jeder Firma Glück und habe Menschen getroffen, die mich im Leben auf positive Art weiter brachten – leider auch Leute, die dies mit negativer Art schafften. Aber ich habe auf jeder Arbeitsstelle bei den oberen Faktoren einen positiven Check-Haken machen können. Und war sogar mit einem Kollegen öfter im Urlaub. Ja, Glenn, öhm Long, du bist gemeint. Mit ihm war ich in Vietnam und in Hongkong.

Cherry Tastatur Keyboard

Aufgaben und Wertschätzung

Wichtig sind dabei, die Aufgaben, die du täglich bzw. regelmäßig ausführst: Machen sie dir Spaß? Erfüllen sie dich?
Wenn du auch hier einen Haken machen kannst, ist das schon einmal die halbe Miete. Wie wird mit den Aufgaben bzw. deinen Ergebnissen umgegangen? Genießen Sie echte Wertschätzung?

„Das sieht Scheiße aus, aber wir nehmen es jetzt mal trotzdem!“ wäre ein Negativbeispiel für Wertschätzung und sollte bei mehr als einmaligem Auftreten die Entscheidung leicht machen. Blöde Aufgaben, und das sollte sich jeder klar machen, gibt es immer, in jeder Firma und jeder muss sie mal machen. Solange diese nur einen sehr kleinen Anteil der Gesamtarbeit ausmachen, sollten das noch verkraftbar sein.

Kannst du in Ruhe arbeiten? Oder wirst du öfter unterbrochen, dir Steine in den Weg gelegt, die Hürden für deine tägliche Arbeit unnötig hoch gelegt. Wirst du durch Gewusel abgelenkt? Wird es dir schwer gemacht, an die Informationen zu bekommen, die du zum Lösen deiner Aufgaben brauchst? Es ist in einigen Konstellationen sehr interessant: Es gibt tatsächlich Menschen, die möchten, dass du für sie Probleme löst, enthalten dir aber Informationen vor oder schießen auf einmal quer. Ich versuche das Positive in Menschen zu sehen und hoffe, dass dies unbewusste Vorgänge sind.

Beruf oder Berufung

Ist euer Beruf wirklich nur ein Job? Oder macht er euch so viel Spaß, dass er eher eine Leidenschaft, eine Berufung ist. So dass ihr ihn auch täglich mit Deadlines ausüben könnt? Ich finde es immer wieder bei kreativen Berufen interessant, wie Leute es schaffen quasi auf Knopfdruck kreativ zu sein. Auf jeden Fall denke ich, dass Leute in ihrem Beruf effektiver sind, wenn es eben nicht nur einfach ein Job ist, sondern die Menschen es als ihren „Zweck der Existenz“ ansehen, um mal John Strelecky zu zitieren ^^Es ist nicht der Montag. Es ist dein Job!

Erreichbarkeit und Erreichbarkeit

Nein, die Doppelung von Erreichbarkeit ist kein Fehler von mir. Es geht hier einmal darum, ob ihr wirklich ständig während der Arbeit erreichbar seid und somit aus eurer Konzentration gerissen werdet oder nicht. Einigen Anrufern ist nicht klar, was für Auswirkungen es hat, wenn sie „nur mal eben“ eine Frage haben. Sie sollten sich immer im Klaren sein, dass sie nicht die einzigen sind, die „nur mal eben“ Kontakt aufbauen. Im günstigsten Fall wird auch nur die angerufene Person aus ihrem Arbeitsvorgang gerissen. In Großraumbüros können viele Telefonate dann auch die Kollegen stören.

Zum anderen geht es darum, ob ihr wirklich Freizeit habt oder dort ständig erreichbar sein müsst. Auch ein Bereitschaftsdienst kann die Lebensqualität sehr senken – abgesehen davon, dass ich schon einige Arbeitgeber erlebt habe, die eine Rufbereitschaft im Endeffekt für umsonst haben wollen – es wird ja schließlich nur gearbeitet, wenn wirklich Arbeit anfällt. Naja, wünschen kann sich ein Arbeitgeber gerne so viel er möchte.  ^^

Räucherstäbchen und Pflanzen für eine gute Work-Life-Balance

Der Arbeitsweg und die Work-Life-Balance

Genug Freizeit bzw. die Möglichkeit einer guten Freizeitgestaltung  ist auch wichtig. Habt ihr noch genug Freizeit, um euch zu erholen, für die Familie und eure Freunde da zu sein?

Jedem Arbeitgeber sollte klar sein, dass es wichtig ist, auf eine gute Work-Life-Balance seiner Angestellten zu achten. Denn ohne Erholung wird die Leistung auf Dauer eher abflachen als konstant zu bleiben.

Dabei spielt dann auch der Weg zur Arbeit eine wichtige Rolle. Wenn der Arbeitnehmer noch lange benötigt bis er zu Hause ist, ist das Zeit, die ihm zur Erholung fehlt – ganz davon zu schweigen wie stressig und unzuverlässig teilweise der öffentliche Nahverkehr ist.

„Es ist ja nicht alles schlecht“

Sehr perfide Jobs sind die, die eben nicht eindeutig schlecht sind, und eben auch gute Seiten haben. Die gutes Gehalt, genug Urlaubstage, sehr tolle Kollegen und bestimmte Freiheiten bieten, uns aber auch nicht glücklich machen. Sie verleiten uns dazu, dabei zu bleiben, auch wenn wir innerlich schon gekündigt haben.

Etwas zu machen, von dem wir nur halb überzeugt sind, wird uns auf Dauer leider eher unzufrieden und krank machen. Das kann ein schleichender Prozess sein. Also passt auf euch auf und hört auf euer Bauchgefühl.

Was sagt euer Gefühl?

Um wieder den Bogen zum Anfang des Beitrages zu schlagen: Was sagt euer Gefühl? Wie fühlt ihr euch vor, während und nach einem Arbeitstag? Wenn ihr aus irgendeinem Grund euch nicht gut fühlt und dieses Gefühl euch nicht loslässt, ist es vielleicht an der Zeit über einen Wechsel nachzudenken.

In einer Zeit, in der Jobs und einfach alles im Leben immer unsicherer werden, ist es ggf. wichtig einen vermeintlich sicheren Job zu haben. Doch es bringt nichts, wenn die vermeintliche Sicherheit euch krank macht – und mal ehrlich, was ist heutzutage schon sicher.

Ich hoffe, ich habe euch mit dem Beitrag kein schlechtes Gefühl vermittelt, höchstens einen Anstoß darüber nachzudenken, ob euer Weg gerade der richtige ist. Es gibt sicher eine Menge toller Arbeitsstellen dort draußen. Und wenn es eben nicht der aktuell ausgeübte Beruf ist, denkt doch mal über Alternativen nach. Gibt auch sicher jede Menge anderer Jobs, die richtig Spaß machen und die ihr ausüben könnt.

Wie fühlt ihr euch gerade auf eurer Arbeit? Habt ihr eure Berufung gefunden? Was habt ihr für Gedanken zu dem Thema?

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4 Gedanken zu „Es ist nur ein Job!“

  1. Da es mich immer nervt, wenn niemand auf meinem Blog antwortet – schreibe ich doch einfach mal einen Kommentar. Also ich bin als Spielentwickler nun schon seit 1 1/2 Jahre selbstständig. Die Geschäfte laufen leider noch nicht so wirklich erfolgreich und das zieht mich leider sehr herunter, obwohl ich der Meinung bin meine Berufung gefunden zu haben. Mein Büro sehr nah an meinem Wohnort ist und ich durch freie Zeiteinteilung eigentlich auch genug Freizeit habe! Aufgrund dessen, dass ich als Indie – Entwickler unterwegs bin habe ich leider auch keine Kollegen, was manchmal schon sehr schade ist 🙂

    1. Danke für deinen Kommentar. Ich mag es auch im Blog Kommentare zu bekommen. Ich finde es schön, dass du deine Berufung gefunden hast. Ich drücke dir die Daumen, dass es dann demnächst besser für dich läuft. Ist als Selbstständiger gerade zu Anfang – damit meine ich die ersten Jahre – sicherlich nicht leicht. Wenn du durchhälst und dann erfolgreich bist, bist du sicher eines der besten Beispiele, dass es mit der Berufung klappt und dass es auch andere Wege gibt 🙂

  2. Wie heisst es so schön? „Wenn du dein Hobby zum Beruf machst, brauchst Du niemals mehr zu arbeiten.“ Das habe ich erreicht! Ist natürlich nicht immer ein reines Zuckerschlecken, aber es ist ein gutes Gefühl.
    LG
    Ulrike

    1. Danke Ulrike. Ich finde es schön, dass du es erreicht hast. Ich merke auch immer, wenn ich dich treffe, wie begeisterst du von deinem Blog und China sprichst. Also alles richtig gemacht 🙂
      Ich befürchte, dass ich zu viele Sachen mag, aber vielleicht muss ich mich auch einfach mal richtig spezialisieren. Mit meinen vielen Themen kann ich vom Bloggen alleine sicher nicht leben ^^
      Aber schauen wir mal, was das Leben noch so bietet 🙂
      Liebe Grüße
      Philipp

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