Ankh Stempel für die Vampyr-Veranstaltung

Vampyre unter uns! – Interview mit einem Vampyr

„Vampyre unter uns!“ so lautete der Titel einer Veranstaltung von Dr. Mark Benecke, die am 2.8.2013 in der Berliner Discothek „Last Cathedral“ stattfand. Durch Interviews mit zwei sogenannten Vampyren brachte Dr. Mark Benecke den Zuhörern eine interessante Subkultur näher, die es auch in Deutschland in der einen oder anderen Community organisiert gibt.

Der Unterschied zwischen Vampyren und Vampiren

Die andere Schreibweise – das „y“ anstelle des „i“ – ist dabei Absicht, um damit eine klare Abgrenzung zum klassischen Vampir zu haben. Denn mit diesen haben die Vampyre nur das Blut trinken gemein. Ja, ihr habt richtig gelesen. Aber keine Sorge, es liest sich für euch sicher schlimmer, als es ist. Die Vampyre betonten, dass sie Menschen sind und keine magischen Wesen, die sich z.B. in Fledermäuse verwandeln können – deswegen auch die Unterscheidung von Vampir und Vampyr. Ganz wichtig ist, dass das Blut freiwillig von sogenannten Donoren gegeben wird. Es werden also keine Menschen oder Tiere überfallen oder geopfert.Ankh Stempel für die Vampyr-Veranstaltung

Das Trinken von Blut

Das Trinken von Blut ist dabei nicht einfach ein Hobby, sondern scheinbar eine Notwendigkeit – die Vampyre beziehen ihre bzw. eine Energie daraus. Dazu sagten sie, dass sie es nicht zum Überleben aber zum Leben brauchen. Es scheint Komplikationen bzw. bestimmte Mangelerscheinungen zu geben, wenn Vampyre über einen längeren Zeitraum nicht trinken können. Interessant ist auch, dass die Donoren ebenfalls etwas von ihrer Spende haben. Ein Befragter brachte den Vergleich von zwei Gefäßen: In dem einen herrscht ein Über- und in dem anderen ein Unterdruck. Durch eine Spende wird dieses Druckgefälle ausgeglichen, es bringt also beiden Teilnehmern etwas.

Fazit der Veranstaltung

Diese Veranstaltung fand ich sehr interessant. Dr. Mark Benecke führte die Interviews sehr gut und hakte oft nach. Die Interviewpartner wirkten insgesamt sehr reflektiert und merkten an, dass sie auch immer wieder sich selbst und ihre Situation hinterfragen. Sie wirkten nicht wie Selbstdarsteller. Fragen aus dem Publikum waren erwünscht, allerdings wirkte dieses eher eingeschüchtert und fragte kaum. Sicher hatten die Menschen Angst, wovor auch immer… Ich gehe jetzt mal, das Pflaster an meinem Hals wechseln…

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3 Gedanken zu „Vampyre unter uns! – Interview mit einem Vampyr“

  1. Man MUSS Vampire und Vampyre mittlerweile ja auch klar voneinander abgrenzen. Seit Vampire Diaries und Twilight sind Vampire ja nur noch rumlaufende Models mit Persönlichkeitsstörungen (wobei „Model“ das ja eh impliziert)…

    Ich vermisse die fiesen „Arschloch-Vampire“ aus Blade oder aus den Romanen „Die Saat“, „Das Blut“ und „Die Nacht“ von Guillermo Del Toro. Das sind fiese Säcke, inkl. Tentakelzungensaugnapf.

  2. Das hast du wirklch schön erklärt 🙂 Dass das Publikum sich nicht getraut hat zu fragen, kann ich mir sehr gut vorstellen. Es ist eben ein intimes Thema und wenn da Fragen aufkommen, dann hat man vielleicht Angst, dass es zu persönlich wäre, sie auszusprechen. Aber es klingt trotzdem, als wäre es eine gute und interessante Veranstaltung gewesen.

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