Schlammiger Weg im Jeep nach Phaplu

Nepal: Mit dem Jeep nach nach Phaplu

An diesem Tag standen wir sehr früh auf, da wir um 4 Uhr los  mussten wollten. Die Nacht war daher sehr kurz. Geweckt wurden wir immer wieder durch das Bellen von vielen Hunden draußen – es hatte eine leichte Stimmung eines Endzeitfilmes. Leider verschlief ein Zimmer, so dass wir erst um 4:20 Uhr starten konnten. Trotzdem kamen wir zum Glück rechtzeitig aus der Stadt raus – der frühe Zeitpunkt war gewählt worden, um dem möglichen Verkehrschaos zu entgehen, welches aufgrund eines religiösen Festes drohte.

Da es für ein Frühstück im Hotel zu früh war, bekamen wir ein Breakfast-Paket mit einem Käsebrot, Keksen und einer Banane. Es war sehr interessant durch das dunkle Kathmandu zu fahren, wenn wir auch nicht so viel sehen konnten. Sobald die Sonne raus kam, konnten wir die Gegend besser begutachten. Sehr schöne Aussicht auf bergiges Gelände. Der Highway war an dieser Stelle noch sehr gut ausgebaut – wie ich später erfuhr war er von Japanern gebaut worden – ich vermute mal, dass entsprechende Maut-Gebühren  anteilig zurückfließen.Schöne Landschaft zwischen Kathmandu und Phaplu in Nepal (Dhulikhel Sindhuli Bhittamod Bagmati)

Auf dem Weg zwischen Kathmandu und Phaplu

Die Straße verschlechterte sich aber schon bald und wir waren froh, dass wir uns für Jeeps anstelle eines Busses entschieden hatten. Öfter war der Weg durch eine Überflutung unterbrochen, aber kein Problem für unsere Wagen. Die Einheimischen durchquerten teilweise mit Rollern die Fluten und mussten auf der anderen Seite erst einmal ihre Schuhe leeren. Die Nepalesen waren heute aufgrund des besagten Festes oft sehr schön gekleidet. Andere liefen trotz der hohen Temperaturen in Steppjacken rum. Wir fragten uns, wie sie das aushalten.  Auf der weiteren Reise trafen wir allerdings des Öfteren Nepalesen, die extrem warm angezogen waren, obwohl es warm war.Überflutung auf unserem Weg im Jeep nach PhapluOft winkten die Einheimischen uns zu. Wie wir später feststellen, gilt das nicht uns, sondern unserem Fahrer. Die Einheimischen hofften wohl noch mitfahren zu können. Wir fragten uns, wie das gehen soll. Die Wagen sind sehr eng und wir können nicht schlafen, obwohl wir aufgrund der kurzen Nacht sehr müde waren. Später erhielten wir unsere Antwort: Es saßen teilweise die doppelte Anzahl an Leuten in so einem Wagen. Wie die das machten, war uns schleierhaft – ok, soviel Gepäck wie wir, hatten die nicht.

Nepalesische Toilette

Ich machte auch zum ersten Mal die Bekanntschaft mit einer typischen nepalesischen Toilette. Im Prinzip eine französische Toilette. Ich werde jetzt keinen Artikel zur Benutzung schreiben. Nur allgemein als Tipp: Klopapier gehört immer in einen externen Behälter.Schlammiger Weg im Jeep nach PhapluGegen Ende wurde die Strecke dann noch abenteuriger: Steil und schlammig. Einer unserer Wagen muss mehrmals „Anlauf“ nehmen, um weiter zu kommen. Andere Menschen bezahlen noch viel mehr Geld für so eine Strecke, extra nur um dieses Feeling zu haben. Wir wollten einfach nur weiter und ankommen.

Phaplu

Unser Zielort Phaplu liegt auf 2520 Metern Höhe und gab uns den ersten Eindruck, was uns die nächsten Wochen erwarten würde. Ein ruhiger Ort. Wenig Menschen. Dafür eine Esel Karawane, die durch das Dorf getrieben wurde. Es gibt hier sogar einen Flughafen. Ein E mit Ausrufezeichen, zeigte mir auf meinem Smartphone an, dass das Netz jetzt schon sehr instabil war, und ich maximal Edge haben würde, wenn überhaupt.Eselkarawane in Phaplu

Unsere Träger

Wir lernen auch unsere Träger bzw. im Englischen Porter kennen. Vier junge Männer: Arjun, Biru, Jhalak, Sunam – letzterer wird später auf einem T-Shirt Sudip geschrieben – ich muss noch einmal nachforschen, wie denn nun der richtige Name ist. Einer der beiden Namen ist vielleicht ein Spitzname. An dieser Stelle sei erwähnt, dass der allgemein bekannte Begriff Sherpa nur eine Volksgruppe bezeichnet, der auch ab und zu Träger angehören können. Unsere Porter sind allerdings keine Sherpa, nur unser zweiter Guide Dawa ist Sherpa.

Nepalesicher Wortschatz

Auch lernten wir heute unsere beiden wichtigstens Worte auf Nepali, die wir den Rest der Reise am häufigsten verwenden sollten:

Namaste – Guten Tag / Hallo / Auf Wiedersehen

Dhanyabaad – Danke

Das Abendessen war sehr üppig und hier begann meine Karriere als Resteverwerter. Meine Mitreisenden waren oft vorher satt und es wäre Schade gewesen, das gute Essen verkommen zu lassen – abgesehen davon, sollten wir bald merken, dass wir ordentlich Kalorien verbrauchen. Da wir die letzten Nächte nicht viel Schlaf bekommen hatten, schliefen wir auch schnell ein.

 

 

 

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