Blutdusche auf dem Agonoize-Konzert auf dem WGT 2016 Wave Gotik Treffen

Bericht zum WGT 2016 – Das 25-jährige Jubiläum

Die Auftaktveranstaltung des diesjährigen Wave Gotik Treffens fand zum 25 jährigen WGT-Jubiläum im Freizeitpark Belantis statt. Hatte ich im Vorfeld überlegt, es wenigstens dieses Jahr einmal zur blauen Stunde am Donnerstag Abend zu schaffen, wollte ich jedoch diese einmalige Gelegenheit nutzen und zog den Freizeitpark vor. Wie zu erwarten war, war ich nicht die einzige Person, die so dachte. Der Freizeitpark schien diesem Ansturm auch nicht gewachsen. Längere Schlangen vor Fahrgeschäften sind sicherlich normal, allerdings schien das Personal an einigen Fressbuden definitiv überfordert. Fast pünktlich zur Eröffnung durch Mark Benecke waren wir in der Pyramide und tanzten erst einmal eine Runde.Das Belantis in Leipzig beim WGT 2016Anschließend irrten wir noch ein wenig durch den Freizeitpark. Von einem Kinderspielplatz aus sahen wir das tolle Feuerwerk – wir wussten nun genau worin die Mehrkosten des WGT-Tickets investiert wurden. Nach dem Feuerwerk schafften wir es zu mindest in ein Fahrgeschäft: Den Drachenritt – eine kleine Achterbahn, bei der am Ende der Fahrt tief in die Dunkelheit gefahren wird.
Zurück in der Pyramide blieben wir nicht mehr so lange, da uns die Musik des nun auflegenden DJs nicht so zusagte und wir zugegebenermaßen doch ein wenig müde waren.Der Drachenritt im Belantis in Lepizig beim WGT 2016

Das Wetter auf dem Wave Gotik Treffen: Auch dieses Jahr ist das Wetter eine Erwähnung wert. War es beim WGT 2014 noch sehr heiß und beim WGT 2015 sehr kalt gewesen, war es dieses Jahr sehr durchwachsen bis kalt – die Eisheiligen schlugen zu! Allerdings hatten wir noch Glück, da im Vorfeld die Wetterapps sehr viel Regen prophezeiten. Diesen hatten wir fast nur am Sonntag, was uns Besucher schon genug nervte.

Beim Viktorianisches Picknick auf dem WGT 2016Das viktorianische Picknick: Am Freitag nahm ich zum ersten Mal in meiner WGT-Karriere am viktorianischen Picknick teil. Meine Sorge in meinem „normalen“ Outfit nicht auf das Gelände zu kommen erwies sich als unbegründet. Das Picknick entpuppte sich – Überraschung! – ein wenig als sehen und gesehen werden. Die Kleidung vieler Teilnehmer war auch sehr schön anzusehen. Es war zu erkennen, wie viel Mühe einige sich gegeben hatten. Besucher des Picknicks mussten nur aufpassen die Aufnahmen der zahlreichen Fotografen und Kameraleute versehentlich zu stören.

Abney Park: Mein erstes Konzert des diesjährigen WGTs war am Freitag Abney Park in der Agra. Es war ganz nett für den Anfang, aber ich sollte noch bessere Konzerte dieses WGT erleben.Der Tod im heidnischen Dorf beim WGT 2016Die Blaue Stunde am Samstag: Am Samstag nahm ich nach einem kurzen Besuch im heidnischen Dorf an dem Nachmittagspicknick der blauen Stunde Teil. Der Ort hatte aufgrund der großen freien Fläche gepaart mit den sehr offenen Leuten eine sehr schöne Atmosphäre, zu der auch die musikalische Untermalung und das für jeden zugängliche Mitbringbuffet auf Spendenbasis beitrug. Allerdings war es auch schon am heutigen Tag sehr kalt, so dass wir schnell durchgefroren waren. Ich hatte mich schon damit abgefunden früh ins Bett zu gehen, aber eine kleinen Mahlzeit und eine Fahrt in einer warmen Tram zum Kohlrabizirkus führten jedoch dazu, dass meine Lebensgeister wieder erwachten.Musikalische Darbietung beim Picknick der blauen Stunde Wave Gotik Treffen 2016Crematory: Wie das WGT hatte auch die Band Crematory ihr 25 jähriges Jubiläum. Und schaffte es im Kohlrabizirkus das Publikum zu begeistern. Das Konzert ging leider sehr schnell vorbei.Crematory beim WGT 2016Die Krupps: Anschließend hörte ich noch die Krupps in der Agra, ein guter Auftritt, nur das Zerstören der Instrumente am Ende der Show tat mir ein wenig in der Musikerseele weh.

Vortrag von Mark Benecke:
Mark Benecke und Shadowelf auf dem WGT 2016Am Sonntag hörte ich mir den Vortrag von Mark Benecke an. Das Thema war der Glaube an Vampire und wie dieser zustande kam. Mark Benecke zeigte wie Fehlannahmen im Vorfeld – die Leute gingen ja davon aus, es auf jeden Fall mit einem Vampir zu tun zu haben – automatisch zum Finden von „Beweisen“ für diese Annahme führte. Das Publikum merkte, dass, wie angekündigt, der Vortrag aus Teilen mehrere anderer Vorträge bestand. Fehlten doch leider die witzigen Anekdoten, wie sie bei einem zusammenhängenden Bericht wie „Die Mumien von Palermo“ beim WGT letztes Jahr dazukommen. Trotzdem war der Vortrag sehr informativ und lustig – ich weiß, „lustig“  klingt in Bezug auf Vorträge mit Leichenenbildern ein wenig „creepy“ 😉 Und ich kann nach wie vor nur jedem Empfehlen sich einen Vortrag von Mark Benecke nicht entgehen zu lassen 🙂

Schneewittchen: Nach einem kurzen Abstecher ins heidnische Dorf inklusive feiner kalten Duschen in Form von Regen begaben wir uns in die Absintherie in der Sixtina. Der Auftritt war, wie ich erwartet hatte, phantastisch. Ich hatte Schneewittchen bisher nur als Gastmusiker bei dem Auftritt von „Das Ich“ auf dem M’era Luna 2014 und war froh das Duo mal alleine zu sehen und vor Allem zu hören. Die stimmgewaltige Marianne Iser und Thomas Duda schafften es, das Publikum mitzureißen. Lediglich, dass die Absintherie ein wenig zu klein für das Publikum war und sehr gedrängelt wurde, störte ein wenig.Schneewittchen in der Absintherie Sixtina in Leipzig beim WGT 2016Anschließend fuhr ich in meine WGT-WG, da ich über eine kleine Flauschparty, die dort stattfand informiert wurde. Diese setzte sich bis in die frühen Morgenstunden fort – ja ich bekam nicht so viel Schlaf.

Oswald Henke beim Eric Fish Konzert auf dem WGTEric Fish And Friends: Mein erstes Konzert am Montag war der Auftritt von Eric Fish & Friends im heidnischen Dorf. Wie von den CD war die Musik schön anzuhören, bei guten musikalischen Texten. Als Bonus entdeckte @_Der_Doctor_ im Publikum Oswald Henke und machte mich auf diesen aufmerksam.

 

 

Aestethic Perfection: Aesthetic Perfektion lieferten waren in Topform und machten ordentlich Stimmung, so dass ich mich wirklich überwinden musste pünktlich zum Auftritt von Coppelius zu gehen.

Coppelius im heidnischen Dorf beim WGT 2016Coppelius: Ich war überrascht, dass es im Heido beim Auftritt von Coppelius nicht so voll war. Vielleicht waren es die kühleren Temperaturen gepaart mit der späten Stunde. Der Beginn des Auftritts war leider davon gekennzeichnet, dass die Mikrofone nicht gut ausgesteuert waren, so dass nur Bastille gut gehört werden konnte. Trotzdem begeisterten die Herren von Coppelius die Zuhörer durch ihre Performance und Aktionen wie z.B. dass sich Comte Caspar auf den Schultern durchs Publikum tragen ließ, während er spielte.Comte Caspar von Coppelius im Publikum beim WGT 2016Da ich aber noch Agonoize sehen wollte und Coppelius bei ihrer Bühnenabstinenz Ankündigungskonzertreise im Oktober sehen werde, verließ ich das heidnische Dorf und eilte zur Agra.Agonoize in der Agra beim WGT 2016Agonoize: Vor dem Auftritt von Agonoize wurde das Ende des WGTs durch eine Abschlussrede von Mark Benecke eingeleitet. Agonoize ist musikalisch nicht unbedingt mein Musikgeschmack, hatte aber eine interessante Bühnenshow, bei der der Sänger sich an bestimmten Körperstelle „schnitt“ und das Publikum mit „seinem Blut“ bespritzte. Nach dem ersten Ende verlangte das Publikum nicht etwa direkt eine Zugabe, sondern erreichte durch das Rufen von „mehr Blut“ sein Ziel einer Verlängerung. Nach dem Konzert sahen meine Mitstreiter und ich aus als wären wir unter einer Blutdusche wie bei Blade gewesen.Blutdusche auf dem Agonoize-Konzert auf dem WGT 2016 Wave Gotik TreffenAuch das soziale Programm kam dieses Jahr nicht zu kurz: Auch dieses Jahr traf ich diverse Leute aus dem engeren und erweiterten Umkreis des Hamburger Twitterstammtischs: Das Twueddelband. Aber am meisten unternahm ich mit @0BettyBlue0, @soEstacado, @toxicdemon und @_Der_Doctor_  . Die letzteren Beiden traf ich nicht nur verabredet, sondern auch immer wieder zufällig in ganz Leipzig, einmal genau in der Tram. Die beiden bilden sowieso ein gutes Gesprächsduo und ich finde die Idee, dass die beiden einen Podcast machen sollten noch immer sehr gut. Bitte motiviert sie! Dazu kam das Wiedersehen und Treffen mit vielen Flauschwesen in unterschiedlichen Konstellationen. Fühlt euch an dieser Stelle alle geflauscht 😀

Fazit:  Das Wetter bestimmte das WGT, nachdem die Gesamtauswahl der Bands im Schnitt leider nicht mit der Auswahl der letzten Jahre nicht mithalten konnte. Ich kam trotzdem mit den anwesenden Bands auf meine Kosten.

6 Gedanken zu „Bericht zum WGT 2016 – Das 25-jährige Jubiläum“

  1. Ich seh dich ja immer nur mit Mark Benecke! 😀
    Sehr schöner Bericht, so kann man ja auch noch ein bisschen „dabei“ sein, obwohl man es leider nicht war…

    1. Danke 🙂
      Mark Benecke kann man dort sehr gut treffen. Man muss nur die Augen offen halten. Der läuft da überall rum 🙂
      Also auf dem Agra-Gelände und im heidnischen Dorf 🙂

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